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Mobile Human Power Station PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Josef Aigner   
Freitag, den 18. Mai 2012 um 09:11 Uhr

Fette Beats nur für die, die radeln

moVÖCKLABRUCK Man/frau kommt mit seinem Rad, spannte es in ein Gestell ein, in dem beim Treten eine Walze und damit ein Strom-Generator angetrieben wird. Das Offene Technologielabor Otelo wird künftig 20 solcher Generatoren zusammen hängen und mit deren Strom eine Disco betreiben. Fette Beats gibts dort nur für die, die fleißig strampeln. Otelo nennt dieses Set Mobile Human Power Station (MOHUPS) und wird damit auf Tournee gehen. Die Generalprobe beim letztjährigen Ars Electronica Festival (Foto) war bereits ein voller Erfolg. Dem Land Oberösterreich und der EnergieAG gefällt dieses Menschen-Kraftwerk dermaßen, dass sie ein paar Tausender Sponsering flüssig machen.

Kommt zur Umbau-Session!

Die Sache ist nicht nur lustig und schärft das Gespür für Energieverbrauch. Sie verlangt auch Arbeit, die am kommenden Samstag passieren muss.
20 MOHUPS-Stationen, die bereits beim LINZ-FEST im Einsatz stehen werden, müssen montiert werden. Die Otelistas brauchen dringend noch ein paar Begeisterte, die ihnen einen halben Tag lang beim Bohren, Schrauben und eventuell auch Löten helfen. Ein Taschengeld als Entlohnung winkt ihnen auch. Vor allem könnte es aber auch lustig sein, mit dem MOHPUS künftig auf Disco-Tournee zu gehen.
Kontakt + Infos: Markus Kaltenbrunner, 0664 4988699, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Samstag, 19. 5., ab 9 Uhr, Otelo Vöcklabruck, gegenüber vom Bahnhof

 
Debütalbum Aimless Bunch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Josef Aigner   
Freitag, den 18. Mai 2012 um 09:08 Uhr

Erste Scheibe mit Nu Punk
von "Aimless Bunch"

aimlessSCHARNSTEIN Melodisch-rockiger Punk, Rap und gefühlvolle Balladen - daraus besteht das eben erschienene Debütalbum der Scharnsteiner Band "Aimless Bunch". Die Jungs aus dem Almtal, die sich selbst als - so die Übersetzung - "sinnlosen Haufen"m sehen,  klassifizieren ihre Musik als „Nu Punk“.
Die Band, bestehend aus (v.l.n.re) Max Bammer (Bass, Electronics), Andi Hutterer (Vocals, Guitar), Thomas Raimer (Guitars) und Markus Zorn (Drums) hat die zwölf Titel von „We live...things speak for themselves“ im vergangenen Winter selbst aufgenommen.
Die CD gibt’s bei den Bandmitgliedern und unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Natürlich ist sie auch bei allen Gigs der Band, unter anderem heuer am Wurmfestival, Bäckerberg-Metal, MiniRock etc. erhältlich.  Hörproben

 
NEET People PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Josef Aigner   
Donnerstag, den 22. März 2012 um 12:13 Uhr

Hilfe für 1328 Junge,
die "verschwunden" sind

neetBEZIRK GMUNDEN Im Bezirk Gmunden leben 1328 junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, die durch den Rost gefallen und quasi von der Bildfläche veschwunden sind. In Oberösterreich sind es rund 11.000. Sie gehen nicht mehr zur Schule, haben sie vielfach abgebrochen. Sie haben keinen Job und befinden sich auch in keiner Schulungsmaßnahme. Das Leben hat sie familiär und psychisch meist schon ziemlich hergenommen. Die Statistik führt sie unter NEET People („Need in Education, Employment and Training“)
Damit es nicht noch schlimmer wird, damit sie eine Ausbildung nachholen und den Einstieg ins Berufsleben schaffen, helfen im Jugendkompetenzzentrum Salzkammergut 26 Fachleute zusammen. Die Pflichtschule hat ein Frühwarnsystem geschaffen, sogenannte Case Managerinnen kümmern sich um besonders Gefährdete.
Wer wo und wie hilft, ist in den "Tips" zu erfahren

 
CREATE YOUR REGION PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Josef Aigner   
Mittwoch, den 04. April 2012 um 09:01 Uhr

Hilfe beim Umsetzen junger Ideen

cyrSALZKAMMERGUT, VORCHDORF Wo entsteht Zukunft? Kinder und Jugendliche als Gestalter unserer Zukunft sind die Basis für die Entwicklung der Gesellschaft. Die Erwachsenenwelt tut gut daran den Jugendlichen eine Chance zu bieten nicht nur über neue Ideen nachzudenken, sondern sich auch in der Umsetzung zu erproben...
Das Projekt „Create Your Region“ setzt dort an, wo normalerweise für Jugendliche Endstation ist – bei der konkreten Verwirklichung ihrer Ideen:
Sie bekommen im Projekt „Create Your Region“, einem Kooperationsprojekt zwischen der Traunsteinregion und fünf weiteren Leaderregionen in OÖ, den Offenen Technologielaboren Otelo und dem Ars Electronica Linz, nicht nur Unterstützung bei der Entwicklung neuer Ideen, sondern auch die Rahmenbedingungen für deren Realisierung geboten.
Neugierig geworden? Hast du eine Projektidee mit Kunst, Technik oder Medien oder aus einer anderen Sparted im Köcher? Dann komm zur Auftaktveranstaltung des Projektes in die Kitzmantelfabrick Vorchdorf!
Einladung

Dienstag, 10. 4., 19 - 21 Uhr, Kitzmantelfabrik Vorchdorf; Eintritt frei

 
TATORT THEATER ÜBER NIKOLAUS LENAU PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Josef Aigner   
Montag, den 19. März 2012 um 11:52 Uhr

Zermürbt von Zensur und Beziehungsangst

lenauGMUNDEN Für biedere Romantik sind das TatortTheater und sein Bühnenautor und Regisseur Rudolf Neuböck nie zu haben gewesen. Das renommierte Ensemble des BRG Schloss Traunsee tritt seit mehr als zehn Jahren an, um in die Tiefe gehen, um das Dahinter und das Psychologische ausleuchten. Beim jüngsten Stück "Hypochonders Mondlied" ist das wieder auf bewegende und für Gmunden geradezu enthüllende Weise gelungen.

Nach Kafka und Beethoven war es diesmal der Vormärz-Dichter Nikolaus Lenau, den die junge Theatertruppe der landläufigen Folklore, der Einstufung als Weltschmerz-Naturlyriker und früher Sommerfrischler entrissen hat.
Das sehr homogen auf hohem darstellerischen Niveau agierende Ensemble ließ die weit verbreitete herzige Taunsteinbesteigungsgeschichte überhaupt gleich links liegen und zeigte einen Nikolaus Lenau, dem in Gmunden eine weitere Liebschaft durch ein Nein der Eltern seiner blutjungen Verehrerin ruiniert wurde. Rudolf Neuböck konnte es sich in diesem Zusammenhang auch nicht verkneifen, die biedermeierlichen Kleinstadtbürger nicht als liebenswert naiv, sondern als abgrundtief borniert und dämlich einzustufen. Lenau setzte auf der Bühne sogar zu einer kleinen Publikumsbeschimpfung an.

Im Laufe des Abends lernte der Zuschauer den aus ungarischem Adel stammenden Dichter als jungen Mann kennen, der vom düsteren Lyriker zum subversiven politischen Autor mutierte und der vor allem seinen Spaß daran hatte, den Klerus mit unmoralischen Geschichten zu kompromittieren.

Dass er dadurch im Metternichschen Polizeistaat in die Fänge der Zensur geriet, lag in der Natur der Sache. Lenau wurde überwacht, vorgeladen, verhört. In seiner nächsten Umgebung wurde brutal gefoltert.

Zu dieser Zermürbung des Geistes kam die Zermürbung der Seele. So tolldreist Lenaus Don Juan sich in fremde Betten schwindelt, so verängstigt, hypochondrisch und beziehungsgestört erwies sich dessen Schöpfer im wirklichen Leben. Zuerst ging er einer Frau auf den Leim, die es nur auf sein Vermögen abgesehen hatte. Nach dieser Entttäuschung brach Lenau eine Liebesbeziehung nach der anderen ab. Er fühle und sehe seinen fortschreitenden Wahnsinn und müsse sich ihnen entziehen, beteuerte er den Frauen gegenüber. Und das aus Liebe, um sie vor ihm, Lenau, zu schützen.

Ein großartiges Ensemble mit einigen älteren BEA-Rückkehrern, Walter Kienesbergers schwermütige Musik, in Italien gedrehte Filmsequenzen, ein spartanisches Bühnenbild und dazu ein überragender Johannes Lahnsteiner als Nikolaus Lenau gaben dem Stück ein geradezu professionelles Aussehen.

Rund 500 Besucher, die abseits von Schulvorstellungen auch am Abend ins Stadttheater kamen, waren begeistert.

Josef Aigner

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 20. März 2012 um 08:40 Uhr
 
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